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Offenlegungsbericht gemäß Solvabilitätsverordnung per 31. Dezember 2009

Vorbemerkung

Die Bank kommt ihren Offenlegungspflichten im Wesentlichen durch den Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht und den Jahresabschluss nach. Der Offenlegungsbericht enthält insbesondere Angaben nach der Solvabilitätsverordnung (SolvV).

Die Angaben zu § 322 SolvV (Risikomanagementbeschreibung) können dem Lagebericht und die Angaben zu § 327 Abs. 2 Nr. 4 SolvV (Aufgliederung der Forderungen nach Restlaufzeiten) können dem Anhang entnommen werden.

Risikomanagement

Die Geschäfts- und Risikostrategie der Bank ist im Organisationshandbuch niedergelegt. Zusätzlich wird für das Geschäftsjahr eine Planungsrechnung erstellt. Die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sind darin wie folgt festgelegt:

Risikoart Risikoziele
Adressenausfallrisiko Risikominimierung/-begrenzung durch Limitierung
Markpreisrisiko Indirekte Limitierung durch Streichung der Handelslimite, nur Liquiditätsanlage.
Operationelle Risiken Risikominimierung/-begrenzung durch personelle und technische Ausstattung, Standardverträge und Notfallpläne.


Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt gemäß Geschäftsordnung beim Gesamtvorstand. Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit und der geringen Anzahl von Mitarbeitern sind die Vorstandsmitglieder in den operativen täglichen Geschäftsablauf eng eingebunden. In Zusammenhang mit dem Risikomanagement stehende Tätigkeiten und Kontrollen werden von den beiden Vorstandsmitgliedern je nach Zuständigkeit selbst vorgenommen.

Im Organigramm, Geschäftsverteilungsplan und im Organisationshandbuch sind Aufbau- und Ablaufregelungen hinsichtlich des Risikomanagementsystems geregelt. Ebenso sind Risikosteuerungs- und –controllingprozesse eingerichtet. Sie richten sich insbesondere auf das für die Bank bedeutendste Risiko der Adressenausfallrisiken.

Die Kommunikation des Kreditrisikoberichts an den Aufsichtsrat erfolgt quartalsweise schriftlich, in den Aufsichtsratssitzungen wird über die Ertrags- und Risikosituation berichtet. Die Bank hat im Organisationshandbuch die Verfahren zur Risikoermittlung und –bewertung und ihrer Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitskonzept festgelegt. Für Adressenausfall-, Marktpreis- und operationelle Risiken wurden Limite auf Basis eines Gesamtlimits/Risikokapitals vergeben.

Die wesentlichen Risikomessverfahren in den einzelnen Risikoarten sind:

Risikoart Risikomanagement (laufend) Risikocontrolling
Adressenausfallrisiko Ausfallursachen im Rahmen Risikoursachenmatrix Manuelle tägliche Überwachung
Operationelle Risiken Frühwarnindikatoren Basisindikator-Ansatz

Eigenmittel

Das Kernkapital der Bank besteht zunächst aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 8.000 TEUR, das in 8.000.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt ist. Darüber hinaus sind im Kernkapital sonstige anrechenbare Rücklagen in Höhe von 9.619 TEUR berücksichtigt. Vom Kernkapital sind die immateriellen Vermögensgegenstände abzuziehen.

Unser modifiziertes verfügbares Eigenkapital nach § 10 Abs. 1d KWG setzt sich am 31. Dezember 2009 wie folgt zusammen:

31.12.2009 31.12.2009
Nach Feststellung des Jahresabschlusses 2009 Vor Feststellung des Jahresabschlusses 2009
T€ T€
Gezeichnetes Kapital 8.000 8.000
Kapitalrücklage 9.619 9.619
Abzugsposten 1.677 1.904
Kernkapital 15.942 15.715
Ergänzungskapital 0 0
Kern- und Ergänzungskapital 15.942 15.715
Abzugsposten vom Kern- und Ergänzungskapital 0 0
Modifiziertes verfügbares Eigenkapital 15.942 15.715

Angemessenheit der Eigenmittel

Die Bank hat sich bezüglich des Risikodeckungspotentials einen GuV- und kapitalorientierten Ansatz gegeben. Das heißt, zur Deckungsmasse werden Plangewinn, Kernkapital und Ergänzungskapital herangezogen. Weitere Einzelheiten zur internen Steuerung des Eigenkapitals sind im Risikobericht des Geschäftsberichts 2009 enthalten.

Eigenkapital-anforderungen Anwendbare Eigenmittel gem. § 2 SolvV Überschuss/ Defizit der Eigenmittel Gesamtkenn-ziffer gem. § 2 Abs. 6 SolvV
T€ T€ T€
Adressenausfallrisiko 3.804
Abwicklungsrisiko 0
Operationelles Risiko 358
Summe gem. § 2 Abs. 2 SolvV 4.162 16.578 12.416
Marktrisiko gem. § 2 Abs. 3 SolvV 0 0 0
Zusätzliche EK-anforderungen gem. § 339 Abs. 3 SolvV 0
Gesamtkennziffer 4.162 16.578 12.416 31,87


Unsere Gesamtkapitalquote betrug 31,87, unsere Kernkapitalquote 31,87.

Adressenausfallrisiko

Die Bank ist ein Spezialkredit- und Nichthandelsbuchinstitut. Sie hat sich derzeit geschäftspolitisch auf eine Zielgruppe im Kreditbereich Beamte auf Lebenszeit bzw. DO-Angestellte und Akademiker festgelegt. Die Bank betreibt ihr Geschäft bundesweit. Darüber hinaus definiert die Bank das Beamtendarlehensgeschäft als Mengengeschäft und damit als nicht risikorelevantes Kreditgeschäft i.S.d. MaRisk. Die Bank verzichtet daher auf eine doppelte Votierung durch Markt bzw. Marktfolge.

Zur Eigenkapitalunterlegung für Adressenausfallrisiken nach der SolvV verwendet die Bank zur Ermittlung des Anrechnungsbetrages für das Kreditrisiko den Kreditrisiko-Standardansatz (KSA).

Adressenausfallrisikopositionen

31.12.2009
T€
Bilanzielle Adressenausfallrisikopositionen (Mengengeschäft) 26.852
Außerbilanzielle Adressenausfallrisikopositionen (Mengengeschäft) 30.874
Zentralregierungen 26
Institute 1.385
Sonstige Positionen (Sonst. VG und Sachanlagen) 781
Überfällige Positionen 2.131


Positionswerte mit Risikogewichten

Risikogewicht in % Gesamtsumme der ausstehenden Forderungsbeträge (Standardansatz)
T€
0 Zentralregierungen 26
20 Institute 1.385
75 Mengengeschäft 57.726
100 sonstige Positionen 781
150 Überfällige Positionen 2.131


Zur Steuerung und Überwachung der Adressenausfallrisiken auf Einzelgeschäftsebene setzt die Bank Rückstandslisten ein. Diese EDV-Listen werden durch die Kundenbuchhaltung bearbeitet und der für die Marktfolge zuständigen Geschäftsleitung zur Kontrolle und Gegenzeichnung vorgelegt. Die laufende Überwachung der Engagements, insbesondere hinsichtlich der Bonität der Kreditnehmer und des Wertes der Kreditsicherheiten, erfolgt durch die Kreditbearbeitung. Bei Leistungsstörungen – bei Rückstand von mindestens zwei Raten – erfolgt eine Meldung mittels Kreditrisikodeckblatt an das zuständige Geschäfts-führungs¬¬mitglied. Derartige „in Verzug“ geratene Engagements werden im Bereich Intensivbetreuung geführt. Halten die Leistungsstörungen an und droht ein teilweiser Ausfall oder ein Ausfall wird das Engagement in den Bereich Problemkredite übergeführt. Für diese „notleidenden“ Engagements werden Risikovorsorgen gebildet oder es kommt zur Ausbuchung und Abschreibung.

Das Wertberichtungsverfahren knüpft an die Unterteilung der Forderungen in einen „Weißbereich“ (problemlose Engagements) und eine „Schwarz-Grau-Bereich“ (leistungsgestörte Engagements) an. Für den Datenbestand im Schwarz-Grau-Bereich werden für jeden Kredit die gebuchten monatlichen Zahlungseingänge mit den Sollzahlungen verglichen und die prozentuale Ratenerfüllung berechnet. Der ermittelte Prozentsatz ist – unter Berücksichtigung der gestellten Sicherheiten (Rückkaufswerte der abgeschlossenen Lebensversicherungen) und de ausstehenden Kreditbetrages – Richtgröße für die Bildung der Einzelrisikovorsorge.

Zur Berechnung des Pauschalwertberichtigungssatzes wurden die tatsächlichen Forderungsausfälle der letzten drei Jahre dem jeweiligen Risikovolumen gegenübergestellt. Das Risikovolumen setzt sich zusammen aus Kundenforderungen und Avalkrediten abzüglich bestehender Rückkaufswerte.

Die Bank hat Pauschalrückstellungen auf Avale i.H.v. 0,3% des Kreditrisikovolumens zum 31. Dezember 2009 gebildet.

Das Kreditvolumen nach Kreditarten vor Absetzung von Risikovorsorge zum 31. Dezember 2009 setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2009
T€ %
Guthaben bei Zentralbanken 26 0
Forderungen an Kreditinstitute 1.385 1,4
Forderungen an Kunden 27.337 27,3
Buchforderungen insgesamt 28.748 28,7
Eventualverbindlichkeiten 71.328 71,3
Gesamtkreditvolumen 100.076 100


Eine Risikovorsorge nach Branchen bzw. Regionen erübrigt sich durch das fokussierte Geschäftsfeld. Die Bank vergibt derzeit ausschließlich Beamtendarlehen.

Durch die Beschränkungen der allgemeinen Vergabericht¬linien für tilgungsfreie Beamtendarlehen sowie den grundlegenden Vergabekriterien ergibt sich ein eindeutiges Risikoprofil im Kreditgeschäft der Bank. Zum 31. Dezember 2009 ergibt sich vor Risikovorsorge und nach Abzug der Rückkaufswerte folgende Gliederung des Buch¬volumens der Forderungen an Kunden und Eventualverbindlichkeiten nach Risikogruppen:

Bruttokredite
31.12.2009
T€ %
Laufender Bestand 59.004 95,4
Mahnabteilungsbestand 377 0,6
Rechtsabteilungsbestand 2.446 4
Mahn- und Rechtstabteilungsbestand 2.823 4,6
61.827 100


Die rückständigen Raten verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Mahnstufen:

Mahnstatus 31.12.2009
T€ %
1 13 81,2
2 3 18,8
3/ Offenlegung 0 0
Mahnabteilungsbestand 16 100


Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft stellen sich per 31. Dezember 2009 wie folgt dar:

01.01.2009 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2009
T€ T€ T€ T€ T€
Einzelwertberichtigungen 151 82 43 194 220
Einzelrückstellungen 0 0 0 0 0
Pauschalwertberichtigungen 29 0 1 0 28
Pauschalrückstellungen 133 0 30 0 103
313 82 74 194 351

Kreditminderungstechniken

Die Bank überprüft laufend die Sicherheiten in Form von den für das Beamtendarlehen abgetretenen Lebens- bzw. Rentenversicherungen. Hierzu werden monatlich die Rückkaufswerte von den Lebensversicherungen mitgeteilt. Bei den Lebens- bzw. Rentenversicherungen handelt es sich ausschließlich um Versicherungen mit garantierten Ablaufleistungen. Bei der Anrechnung nach § 170 SolvV werden nur die aufgelaufenen Werte des Deckungsstocks berücksichtigt. Durch die unmittelbare Einbindung der Geschäftsleitung in den Kreditbearbeitungs- und Kontrollprozess ist sichergestellt, dass das Kreditgeschäft der Bank nur innerhalb der Rahmenbedingungen betrieben wird. Die Geschäftsleitung verfolgt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat eine risikoadverse Strategie. Die Rahmenbedingungen sind im Organisationshandbuch der Bank schriftlich dokumentiert und den Mitarbeitern bekannt.

Markt- und Zinsänderungsrisiko

Marktpreisrisiken sind die Gefahr von Verlusten, die aus der Veränderung von Marktpreisen entstehen. Diese Risiken umfassen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken. Die Bank geht derzeit keine Marktpreisrisiken mit Ausnahme von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch ein. Die Geldanlage erfolgt ausschließlich im kurzfristigen Bereich.
Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der vorwiegenden Refinanzierung des originären Geschäftes durch Eigenkapital und Einlagen der Anteilseignerin derzeit von unwesentlicher Bedeutung.

Operationelles Risiko

Die Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko werden nach dem Basisindikatorenansatz gemäß § 271 SolvV ermittelt.

Beteiligungen im Anlagebuch

Es liegen keine Beteiligungen im Anlagebuch vor.

Verbriefungen:

Verbriefungstransaktionen lagen bei uns im Jahre 2009 nicht vor.